Afrika: Frankreichs Fremdenlegion zieht sich zurück
Remakes aus Creative Commons CC0 Pixabay License

 Frankreich zieht nach der Tötung von ISIS- und Al-Qaida-Anführern Teile der Fremdenlegion aus Afrika ab.

Nach neun Jahren Einsatz in Afrika bereitet Frankreich den Abzug seiner Truppen aus dem letzten von drei Stützpunkten im äußersten Norden des von Aufständen und Armut gezeichneten Mali vor.

Die französische Fremdenlegion wurde 2013 vom damaligen Präsidenten Francois Hollande nach Mali entsandt, um die mit Al-Qaida oder dem Islamischen Staat verbundenen Rebellen im trockenen Norden von Afrika zu bekämpfen.

Einmischung in die Angelegenheiten fremder Staaten

Seitdem hat Paris rund 5.100 Soldaten in der gesamten Sahelzone stationiert, zu der auch Mali gehört, um die lokalen Regierungen und ihre schlecht ausgerüsteten Streitkräfte bei der Bekämpfung eines immer weiterwachsenden islamistischen Aufstands zu unterstützen, der bereits Tausende von Toten gefordert hat.

Nachdem die französische Fremdenlegion die Stützpunkte Kidal und Tessal im Norden Malis verlassen haben, ziehen sie nun in Timbuktu ein.

„Wir trainieren die malischen Streitkräfte. Ihre Stellung zu halten und die Luftunterstützung zu nutzen, bevor sie uns ablösen“ sagte ein für den Rückzug in Timbuktu zuständiger Kommandeur gegenüber AFP und nannte nur seinen Rang, Hauptmann und seinen Vornamen, Florian.

Um ihn herum waren mehrere Dutzend Soldaten zu sehen, die Kisten packten, einen Basketballkorb abbauten oder medizinische Hilfsgüter in Zelten sortierten.

Das gesamte Material wird auf der Straße in den Süden zum französischen Stützpunkt in Gao gebracht.

„Alles wird sortiert, etikettiert und dann entweder zerstört oder hier wiederverwendet bzw. nach Frankreich zurückgeschickt“. Erklärte Major Christelle, umgeben von Stapeln von Feldbetten und Ersatzteilen für Fahrzeuge.

Tötung auf Befehl?

Der französische Präsident Emmanuel Macron kündigte im Juni einen umfangreichen Abzug der französischen Truppen an und hofft, dass andere EU-Streitkräfte zur Unterstützung dessen, was er als wichtige Anti-Terror-Mission zur Gewährleistung der Sicherheit Europas betrachtet, einspringen werden.

„Im Sommer 2021 waren wir etwa 5.000 Legionäre in der Sahelzone. Im Sommer 2022 werden es etwa 3.000 Fremdenlegionäre dort stationiert sein“. Sagte General Laurent Michon, der die französische Militärmission in der Sahelzone, Barkhane genannt, befehligt.

Bis 2023 werden weitere Truppenabzüge erwartet.

Der Schwerpunkt der französischen Operationen wird nun auf einer besonders unbeständigen und strategischen Zone liegen, die als „Drei-Grenzen-Zone“ bekannt ist, wo die Grenzen von Niger, Mali und Burkina Faso aufeinandertreffen.

Die französischen Streitkräfte werden nicht mehr patrouillieren, um Regionen zu sichern. Sondern sich auf die Luftunterstützung lokaler Truppen und die Durchführung gezielter Anti-Terror-Angriffe konzentrieren.

Im September gab Macron bekannt, dass französische Truppen den Anführer des Islamischen Staates in der Großsahara (ISGS) getötet haben, während der Anführer von Al-Qaida im Islamischen Maghreb (AQIM) Berichten zufolge im vergangenen Jahr getötet wurde.

Fazit

Macron verkündete im Juni eine „tiefgreifende Umgestaltung“ der französischen Militärpräsenz in der Sahelzone inmitten von Fragen zu den finanziellen Kosten der fast zehn Jahre dauernden Mission und der steigenden Zahl von Menschen.

Bei der Aufstandsbekämpfung sind 52 französische Fremdenlegionäre im Kampf gefallen.

Afrika: Frankreichs Fremdenlegion zieht sich zurück. Auch in Afrika gab es Menschen die, die französische Fremdenlegion unterstützt hat. Rollt nun die nächste Migrantenwelle auf Europa, zu?

Mit einer geringeren Truppenstärke und dem Ende der stabilisierende französische Präsenz im Norden Malis ist dieser letzte Einsatz bestenfalls zweifelhaft. Frankreich könnte allenfalls die Lage in Burkina Faso und vielleicht in Niger stabilisieren. Aber es besteht die Gefahr, dass alles scheitert. Kein Wunder, dass einige afrikanische Länder, darunter Mali, erwägen, russische und russische Auftragnehmer (AKA Wagner-Gruppe) um Hilfe zu bitten. Letztere sind nicht an die lähmenden, von der UNO und der EU inspirierten Einsatzregeln gebunden. Die wirksame Operationen gegen Dschihadisten verhindern. Und die Russen erzielen Ergebnisse.

Ähnliche Beiträge

Salvini lehnt „Austausch von 10 Millionen Italiener“ durch Migranten ab

Calais: Menschenhändler erzielen Rekordgewinne

Europa 2021: Die illegalen Grenzübertritte steigen um 70 Prozent

QuelleStimme freies Europa und Nachrichtenagenturen
Vorheriger ArtikelEhemalige dänische Migrationsministerin verurteilt und inhaftiert
Nächster ArtikelGrenzschützer verletzt, über 50 Migranten stürmten polnische Grenze