Altbundeskanzler Schröder gibt EU-Erpressung nach
Archivfoto: Karin Kneissl mit Gerhard Schröder Photo: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten CC BY-SA 2.0 www.flickr.com

Altbundeskanzler Gerhard Schröder hat nach der Erpressung durch die der Europäischen Union seine Rolle im Aufsichtsrat des russischen Ölkonzerns Rosneft aufgegeben.

Altbundeskanzler Schröder kündigte am Freitag seinen Rücktritt an, nachdem das Europäische Parlament im Rahmen einer Resolution Sanktionen gegen ehemalige europäische Politiker gefordert hatte, die für russische Unternehmen tätig sind.

Der 78-Jährige, der von 1998 bis 2005 Bundeskanzler von Deutschland war, wurde in dem EU-Erpressungstext zusammen mit anderen genannt, darunter die ehemalige österreichische Außenministerin Karin Kneissl, berichtet die österreichische Kronen Zeitung.

Anfang dieser Woche wurden SPD Altbundeskanzler Schröder von der derzeitigen Regierungskoalition Sonderrechte als ehemaliger deutscher Regierungschef aberkannt, er hat jedoch weiterhin Anspruch auf eine staatliche Pension und behält seine Sicherheitsabteilung.

Ehemalige deutsche Bundeskanzler haben Anspruch auf eine Reihe von Leistungen, darunter ein eigenes Büro mit mehreren bezahlten Mitarbeitern, einen Fahrer und die Erstattung ihrer Reisekosten für den Rest ihres Lebens.

Anfang März dieses Jahres forderte der derzeitige deutsche SPD-Bundeskanzler Olaf Scholz Altbundeskanzler Schröder auf, von seinen Positionen in russischen Unternehmensvorständen zurückzutreten, und erklärte: „Ich finde, dass es nicht richtig ist, dass Gerhard Schröder diese Ämter bekleidet. Und ich denke, es wäre richtig, wenn er sie aufgibt.“

Scholz argumentierte weiter, dass SPD Altbundeskanzler Schröder zwar ein Privatmann sei, seine Rolle als ehemaliger deutscher Regierungschef aber bedeute, dass seine geschäftlichen Aktivitäten nicht nur eine private Angelegenheit für ihn seien: „Diese Verpflichtung endet nicht, wenn man das Amt nicht mehr innehat, sondern sie besteht auch weiterhin.“

Der deutsche Bundeskanzler war nicht die Einzige, die Schröder für seine Mitgliedschaft in den Aufsichtsräten russischer Unternehmen kritisiert hat.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump äußerte sich 2018 über Schröders Geschäftsbeziehungen und sagte: „Der ehemalige Bundeskanzler von Deutschland ist der Chef der Pipeline-Firma, die das Gas liefert… Deutschland wird vollständig von Russland kontrolliert.“

Altbundeskanzler Schröder gibt EU-Erpressung nach? Stimme freies Europa hat ausführlich über die Situation in der Ukraine berichtet und sich mit den Folgen befasst, lesen Sie hier mehr.

QuelleStimme freies Europa und Nachrichtenagenturen
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