Baby Tötung im Mutterleib soll schwedischen Verfassungsrang erhalten
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Vier schwedische Parteien haben ihre Unterstützung für eine Änderung der schwedischen Verfassung angekündigt, der Frauen das Recht auf Baby Tötung im Mutterleib garantiert.

Die Liberalen, die Zentrumspartei, die Grünen und die Mitte-Rechts-Parteien der Moderaten Sammlungspartei haben sich für eine Verfassungsänderung ausgesprochen, mit der das Recht der Frauen auf Baby Tötung im Mutterleib in der schwedischen Verfassung verankert werden soll.

Ulf Kristersson, Vorsitzender der moderaten Sammlungspartei, begründete seine Unterstützung für den Vorschlag gegenüber der Zeitung Aftonbladet: „Im Grunde stimmen wir mit der Forderung der Liberalen überein, die eigentlich eine ganz natürliche Folge anderer freier Rechte in Schweden ist, die in der Verfassung stehen. Nicht weil jemand unmittelbar droht, sondern weil man betonen will, wie wichtig eine Regulierung der schwedischen Nachkommenschaft ist.“

Die Vorsitzende der Zentrumspartei, Annie Lööf, argumentierte, dass die derzeitigen Gesetze in Schweden zum Thema Baby Tötung nicht liberal genug seien, und sagte: „Ein solches Grundrecht darf überhaupt nicht Gegenstand politischer Tendenzen sein. Das wäre eine äußerst bedenkliche Entwicklung. Für mich und die Zentrumspartei ist es selbstverständlich, dass alle Frauen das Recht haben sollten, über ihre eigene Nachkommenschaft zu entscheiden.“

Regulierung der Nachkommenschaft

Die Linkspartei und die angeblich konservativen Christdemokraten haben sich nicht direkt für eine Verfassungsänderung ausgesprochen, sind aber offen, einen Vorschlag zur garantierten Baby Tötung im Mutterleib im Verfassungsrang zu diskutieren.

„Es ist wichtig, dass das Recht auf Baby Tötung im Mutterleib im Verfassungsrang ein dauerhaftes Recht ist und bleibt. Dazu gehört, dass es auch in der Praxis funktioniert, zum Beispiel, dass Angehörige der Gesundheitsberufe niemals aufgrund ihrer privaten Meinung jemandem eine Baby Tötung im Mutterleib verweigern dürfen, auf die er ein Recht hat“, meinte die Vorsitzende der Linkspartei, Nooshi Dadgostar, über ihren Pressesprecher.

Schweden hat eine der höchsten Pro-Kopf-Raten an Baby Tötungen im Mutterleib in Europa. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 33.700 Regulierungen der schwedischen Nachkommenschaft durchgeführt, wobei 75 Prozent aller Baby Tötungen im Mutterleib sogenannte Hausabtreibungen sind – ein zweistufiges medizinisches Verfahren, bei dem der zweite Schritt zu Hause bei der abtreibenden Frau durchgeführt wird.

Globale LGBTIQ-Agenda

Schwedische Politiker sind nicht die einzigen in Europa, die in den letzten Tagen auf die Aufhebung des Urteils Roe V. Wade in den Vereinigten Staaten reagierten. In Deutschland hat der Bundestag bereits für eine weitere Liberalisierung des Rechtsauf Baby Tötung im Mutterleib gestimmt.

Vor der Aufhebung des Urteils Roe V. Wade schlug die kanadische Familienministerin Karina Gould vor, dass Amerikaner, die keinen Zugang zur Baby Tötung im Mutterleib haben, einfach nach Kanada reisen sollten, um diese vornehmen zu lassen.

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat sich ebenfalls zu diesem Thema geäußert und erklärt, dass die Aufhebung des Urteils, die es den einzelnen US-Bundesstaaten ermöglicht, über ihre Abtreibungsgesetze zu entscheiden, „entsetzlich“ sei.

„Keine Regierung, kein Politiker und kein Mann sollte einer Frau vorschreiben, was sie mit ihrem Körper tun kann und was nicht. Ich möchte, dass die Frauen in Kanada wissen, dass wir immer für ihr Recht auf freie Entscheidung eintreten werden“, erklärte er.

Baby Tötung im Mutterleib soll schwedischen Verfassungsrang erhalten? Stimme freies Europa hat ausführlich über LGBTIQ-Agenda berichtet und sich mit den Folgen befasst, lesen Sie hier mehr. 

QuelleStimme freies Europa und Nachrichtenagenturen
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