Bombenanschlag auf griechische Medien

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Drei selbstgebaute Sprengsätze wurden am vergangenen Mittwoch vor dem Gebäude eines griechischen Medienkonzerns gezündet, ein linksextremer Bombenanschlag, der die griechische Regierung und vieler Oppositionsparteien schockiert.

Der Bombenanschlag auf die griechische Mediengruppe ereignete sich am vergangenen Mittwochmorgen gegen 3 Uhr im Athener Vorort Maroussi vor dem Gebäude der Real-Gruppe, einer Medienorganisation, zu der der Radiosender Real FM und die Zeitung Real News gehören.

Angeblich entstand durch den selbstgebastelten Sprengstoff ein Feuer, das das Gebäude stark zerstörte. Verletzt wurde bei dem Bombenanschlag und dem Feuer auf die griechische Mediengruppe jedoch niemand, obwohl einige Arbeiter im Gebäude anwesend waren, als die Sprengsätze explodierten, berichtet die Zeitung Ekathimerini.

Beileidsbekundungen der Politik

Griechenlands Premierminister Kyriakos Mitsotakis sprach mit dem Chef der Real-Gruppe, Nikos Hatzinikolaou, und versprach, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen würden, während die Regierung eine Erklärung veröffentlichte, in der es hieß, dass „jeder Versuch, Journalisten einzuschüchtern, zum Scheitern verurteilt ist“.

Oppositionsführer Alexis Tsipras von der linken Partei Syriza äußerte sich ebenfalls zum Bombenanschlag auf griechische Medien und verurteilte ihn als Attentat auf die Pressefreiheit.

Der Europäische Verband der Zeitungsverleger (ENPA) verurteilte den mutmaßlichen Bombenanschlag ebenfalls mit den Worten: „Dies ist ein direkter Anschlag auf die Pressefreiheit und die Demokratie“ und bekundete seine Unterstützung für den griechischen Medienkonzern und dessen Angestellte.

Der Weg in den Anarchismus?

Einem Bericht von Real News zufolge zeigen Videoüberwachungsaufnahmen, dass die mutmaßlichen Bombenleger versuchten, die oberen Stockwerke des Gebäudes zu erreichen, was ihnen jedoch nicht gelang. Laut Polizei wollten die mutmaßlichen Attentäter den Sprengstoff vor den Büros der Medienunternehmen, die sich in den oberen Stockwerken befinden, zünden.

Zwar hat sich bisher keine Gruppierung zum Bombenanschlag bekannt, aber der Anschlag ist nur einer von mehreren Bombenattentaten und Brandstiftungsakten, die in den letzten Tagen von Linksextremisten in Athen verübt wurden. Ein Beispiel dafür ist der Bombenanschlag auf ein Finanzamt, der ebenfalls in Maroussi stattfand.

Dieser Bombenanschlag war eine Vergeltung für die fortdauernde Inhaftierung des Linksextremisten Yannis Michaelides, so die linksradikalen Anarchisten, die sich zu der Explosion bekannten.

Ein weiterer Bombenanschlag in der vergangenen Woche, bei dem Molotowcocktails auf ein Polizeigebäude geworfen wurden, wurde ebenfalls von militanten Linksanarchisten begangen. Sie erklärten, sie hätten ebenfalls zur Unterstützung von Yannis Michaelides gehandelt.

Michaelides befindet sich seit mehreren Wochen im Hungerstreik, nachdem ihm die Freilassung verweigert worden war. Er verbüßt eine 20-jährige Haftstrafe wegen bewaffneten Raubüberfalls und versuchten Totschlags.

Bombenanschlag auf griechische Medien? Stimme freies Europa hat ausführlich über linke Gewalt und Terrorismus berichtet, lesen mehr.

QuelleStimme freies Europa und Nachrichtenagenturen
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