Britische Kanalmigranten sollen künftig per Chip markiert werden
Uwe Gille - Own work/Wikimedia  CC BY-SA 3.0

Die britische Regierung erwägt, Migranten im Ärmelkanal mit einem elektronischen Chip gekennzeichnet werden, um sie daran zu hindern, Schwarzarbeit zu verrichten.

Die britische Regierung erwägt, Migranten, die illegal den Ärmelkanal überqueren, mit einem elektronischen Chip versehen, in der Hoffnung, dass diese Maßnahme diejenigen, die illegal im Lande landen, daran hindert, in Schwarzarbeit zu verschwinden.

Einem Bericht der Zeitung The Sun zufolge sollen Migranten, die als alt genug gelten, um zu arbeiten, mit einem elektronischen Chip gekennzeichnet werden und während der Bearbeitung ihrer Asylanträge Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit unterworfen werden.

Damit soll verhindert werden, dass vermeintliche Asylbewerber während der Bearbeitung aus dem Blickfeld der Behörden verschwinden und auf dem Schwarzmarkt arbeiten – was als moderne Sklaverei bezeichnet wurde.

Eine Regierungsquelle berichtete der Zeitung, die Maßnahme sei „ein kostengünstiger Weg mit großer Wirkung“, um die Art und Weise, wie das Vereinigte Königreich mit illegaler Einwanderung umgeht, schnell zu ändern.

Ziel der Maßnahme sei es zum einen, den Pull-Faktor zu stoppen, und zum anderen, die Menschen daran zu hindern, zu fliehen, während ihr Antrag auf Aufenthalt bearbeitet wird“, so die Quelle weiter.

„Illegale Einreise ist kein straffreies Verbrechen“, fuhr die Quelle fort und fügte hinzu: „Die Kennzeichnung mit einem elektronischen Chip erleichtert und beschleunigt die Abschiebung derjenigen, die kein Recht haben, hier zu sein.“

Elektronischer Chip für Kanalmigranten

Diese Maßnahme wurde vorgeschlagen, nachdem französische Beamte Großbritannien dafür kritisiert hatten, dass es für illegale Einwanderer zu „wirtschaftlich attraktiv“ sei.

Der französische Innenminister Gérald Darmanin sagte letzten Monat, dass die derzeitige Krise zwischen den beiden Ländern – in der allein in diesem Jahr fast 28.000 illegale Einwanderer den Ärmelkanal überquert haben – darauf zurückzuführen ist, dass illegale Einwanderer von England angezogen werden, insbesondere vom Arbeitsmarkt, der es ermöglicht, in England ohne Ausweispapiere zu arbeiten“.

„Großbritannien muss seine Verantwortung wahrnehmen und seine wirtschaftliche Attraktivität begrenzen“, sagte der französische Beamte.

Der Kritik schloss sich auch der Brexit-Vorsitzende Nigel Farage an, der sagte, die Krise werde so lange andauern, wie Großbritannien nicht gegen die Anziehungskraft vorgeht, die Migranten dazu veranlasst, illegal ins Vereinigte Königreich zu kommen. Er ging sogar so weit zu behaupten, dass es nichts ausmache, wenn „20.000 Polizisten“ an den französischen Stränden eingesetzt würden, um die Boote zu stoppen.

Inmitten der Kritik, dass das Vereinigte Königreich ein zu attraktiver Standort für Migranten sei, berichtete Medien. Die britische Regierung könnte bis zum nächsten Jahr über 600 Millionen Euro für die Unterbringung und Unterstützung von Migranten ausgeben.

Nach Angaben der Denkfabrik Migration Watch Kingdom könnten die staatlichen Ausgaben für Migranten im Jahr 2022 um mehr als 118 Millionen Euro steigen. 2021 waren sie bereits auf über 473 Millionen Euro gestiegen. Britische Kanalmigranten sollen künftig per Chip markiert werden? Welche Vorteile hat das?

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Bild Urheberrechtshinweis nach EU-Richtlinie: By Uwe Gille – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9565426

QuelleStimme freies Europa und Nachrichtenagenturen
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