Gewalttaten in belgischen Asylbewerberheimen seit 2017 verdoppelt
Foto: Anton Vandenbulcke CC BY-SA 4.0 Wikimedia

Die Zahl der gewalttätigen Vorfälle in belgischen Asylbewerberheimen hat sich seit 2017 verdoppelt, wobei die Hälfte der Vorfälle körperliche oder verbale Angriffe auf Mitarbeiter von Asylbewerberheimen oder andere Asylbewerber betraf.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1.281 gewalttätige Vorfälle in belgischen Asylbewerberheimen gemeldet, doppelt so viele wie 2017 und ein Drittel mehr als 2020, wobei der Anstieg auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist.

Der belgische Staatssekretär für Asyl und Migration, Sammy Mahdi, erklärte diese Woche, dass der Grund für den Anstieg der Vorfälle zum Teil darin liege, dass mehr Gewalttaten offiziell gemeldet würden, aber die Föderale Agentur für die Aufnahme von Asylbewerbern (Fedasil) erklärte, dass es auch einen größeren Druck auf das Asylsystem gegeben habe, berichtet La Libre.

Die Agentur wies darauf hin, dass die Überschwemmungen in Teilen Belgiens im vergangenen Jahr den Druck auf die Asylbewerberheime erhöht hätten, da Fedasil vorübergehend rund 1.000 Unterbringungsplätze für die Betroffenen bereitstellen musste und einige Unterkünfte durch die Überschwemmungen beschädigt worden seien.

Das Problem des Mangels an Unterbringungsmöglichkeiten für Migranten blieb auch für den Rest des Jahres 2021 bestehen. In einem Bericht vom Dezember wurde festgestellt, dass Hunderte von Asylbewerbern in den Straßen der belgischen Hauptstadt Brüssel und der Europäischen Union lebten.

Einem Bericht der von der EU finanzierten Website InfoMigrants vom Dezember 2021 zufolge standen täglich Hunderte von Asylbewerbern in einem Fedasil-Büro im Zentrum Brüssels Schlange, um einen Asylantrag zu stellen – ein Phänomen, das Mitte Dezember bereits seit Wochen anhielt.

Die Übernahme Afghanistans durch die Taliban im August 2021 hat sich ebenfalls auf das Asylsystem ausgewirkt. Bei den Migranten, die angeblich vor den Taliban fliehen, handelt es sich in der Regel um Männer, die statistisch gesehen eher zu Gewalttätigkeit neigen als Frauen und Kinder.

Belgien ist nach wie vor ein Zentrum der legalen und illegalen Massenmigration, die die Demografie des Landes so stark verändert hat, dass einem Bericht aus dem Jahr 2021 zufolge ein Drittel der Einwohner des Landes einen Migrationshintergrund haben oder ausländische Staatsangehörige sind.

Gewalttaten in belgischen Asylbewerberheimen seit 2017 verdoppelt? SFE – Stimme freies Europa hat ausführlich über die Situation in der Ukraine berichtet und sich mit den Folgen befasst, lesen Sie hier mehr.

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