Lettland verhaftet Schleuser im Umfeld von Todesfällen in Österreich
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Ein 19-jähriger lettischer Staatsangehöriger wurde diese Woche in Lettland im Rahmen der Ermittlungen gegen eine Schleuserbande festgenommen, die mit dem Tod von zwei syrischen Migranten im Oktober in Österreich in Verbindung gebracht wird.

Es wird vermutet, dass der 19-Jährige der Fahrer eines Lieferwagens war, der im Oktober an der österreichisch-ungarischen Grenze im Burgenland entdeckt wurde und in dem die Polizei zwei tote syrische Migranten fand. Der Lette soll zu einer Bande gehören, die vor allem Syrer und Afghanen nach Österreich schmuggelte.

Der Jugendliche wurde am 8. Dezember verhaftet und wartet nun auf seine Auslieferung nach Österreich. Zu den anderen Mitgliedern des Schleppernetzwerks, die in den letzten Wochen festgenommen wurden, gehören 12 Personen, die in Österreich verhaftet wurden, und acht weitere, die in Ungarn in Gewahrsam genommen wurden, berichtet die Kronen Zeitung.

In Österreich

Österreichs Innenminister Gerhard Karner kommentierte die Festnahme des 19-Jährigen und lobte die internationale Zusammenarbeit, die zu seiner Verhaftung führte. „Dank dieses engmaschigen Netzes der Sicherheitsbehörden und der guten internationalen Zusammenarbeit der Polizei kann sich kein Täter auf der Flucht sicher fühlen“, so Karner.

Laut Kronen Zeitung gehörten die beiden verstorbenen Syrer zu einer Gruppe von 29 Syrern und Kurden, die in den Transporter gepfercht waren, der von Menschenschmugglern verlassen wurde, nachdem österreichische Soldaten das Fahrzeug gestoppt hatten. Es heißt, die beiden Opfer seien erstickt.

Der Fall erinnert an einen ähnlichen Vorfall im Jahr 2015, der zu den Auslösern der europäischen Migrantenkrise gehörte. Damals wurde eine Gruppe von 71 Migranten tot in einem Lastwagen aufgefunden, der nach der Ankunft aus Ungarn am Rande einer Autobahn in Österreich stand.

Im Jahr 2018 wurden vier Menschenschmuggler, ein afghanischer Staatsangehöriger und drei Bulgaren, die die Migranten dem Erstickungstod überlassen hatten, zu jeweils 25 Jahren Haft verurteilt.

Während jeder versuchte, dem anderen die Schuld für den Tod zu geben, wurde später bekannt, dass Telefongespräche zwischen ihnen zeigten, dass sie die Männer, Frauen und Kinder im hinteren Teil des Lastwagens um Hilfe schreien hörten, bevor sie ihn verließen. Lettlands Polizei verhaftet Schleuser im Zusammenhang mit Todesfällen in Österreich? Werden sie nun wegen vorsätzlichen Mordes angeklagt?

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QuelleStimme freies Europa und Nachrichtenagenturen
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