Migranten stellen fast ein Drittel der Strafgefangenen in Italien
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Rom/Italien – Fast ein Drittel der Insassen in italienischen Gefängnissen sind Migranten, wobei die jüngsten offiziellen Daten zeigen, dass über 17.000 der Strafgefangenen aus dem Ausland kamen.

Rund 32 Prozent der Gefangenen in Italien stammen aus dem Ausland, d. h. knapp jeder dritte Gefangene in Italien kommt aus dem Ausland. Von dieser Zahl ist ein erheblicher Teil illegal nach Italien eingereist, da das Land im vergangenen Jahr insgesamt über 67.000 Migranten aufgenommen hat.

Einem Bericht von Il Giornale zufolge variiert der Anteil der im Ausland geborenen Gefangenen je nach Region stark, wobei Migranten in manchen Gefängnissen bis zu 78 Prozent der Insassen ausmachen.

Asyl und Migration

Der italienische Unterstaatssekretär für Inneres, Nicola Molteni, erklärte gegenüber der Zeitung, dass ein großer Teil der Straftaten von illegalen Migranten begangen wird.

„Die Daten im Zusammenhang mit den Ankünften sind alarmierend“, sagte Molteni. „Von diesen 67.000 kommen mehr als 40.000 mit kleinen Booten, Flößen oder Segelschiffen an und etwa 10.000 durch jene NGOs, die das Kommando im Mittelmeer übernehmen und damit gegen internationale Konventionen, Gesetze und Vorschriften verstoßen.“

„…die irreguläre und unkontrollierte Einwanderung nimmt zu, natürlich neben einer einheimischen nationalen Kriminalität, die leider existiert und gegen die die Polizeikräfte an vorderster Front kämpfen“, so Molteni weiter.

Der Publikation zufolge gehören zu den häufigsten Straftaten, die von Ausländern in Italien begangen werden, der Drogenhandel und die Kinderprostitution, aber auch Verbrechen wie Tötungsdelikte und die Fälschung von Dokumenten werden genannt.
Italienische Gefängnisse sind nicht die einzigen Orte, an denen sich ein großer Anteil ausländischer Migranten aufhält.

Im Jahr 2021 sind über 67 000 Migranten an Italiens Küsten gelandet, davon mindestens 35 000 auf der sizilianischen Insel Lampedusa.

Der massive Zustrom entspricht mehr als dem Fünffachen der Inselbevölkerung von 6.500 Einwohnern, und das Aufnahmezentrum der Insel, das Platz für 250 Personen bietet, ist manchmal mit den Ankommenden überlastet.

Die Migranten reisen häufig in seeuntüchtigen Booten an und zahlen bis zu 8.000 Euro für einen Platz auf diesen Booten, die bisweilen von den Schmugglern, die sie fahren, aufgegeben werden.

Der italienische Ministerpräsident und ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, betonte in seiner Rede zum massiven Zustrom von Flüchtlingen den Wunsch Italiens nach einer gemeinsamen europäischen Antwort auf die Krise.

„Italien kann nicht alles alleine machen“, sagte Draghi. „Italien setzt sich weiterhin für einen europäischen Vorstoß in Richtung eines kollektiven Managements ein, das ein Gleichgewicht zwischen Verantwortung und Solidarität herstellt.“ 

Migranten stellen fast ein Drittel der Strafgefangenen in Italien?

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QuelleStimme freies Europa und Nachrichtenagenturen
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