Schwedens Coronavirus-Kommission beschuldigt Regierung der Dokumentenunterschlagung
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Schwedens Coronavirus-Kommission hat die Regierung beschuldigt, den Zugang zu bestimmten Dokumenten über die Bewältigung der chinesischen Coronavirus-Pandemie zu verweigern.

Schwedens Coronavirus-Kommission, die von der schwedischen Regierung eingesetzt wurde, um die Bekämpfung der Pandemie im Sommer 2020 zu überprüfen, hat sich in der Vergangenheit kritisch über die Maßnahmen der Regierung gegen die Pandemie geäußert und behauptet nun, dass sie keinen Zugang zu angeforderten Dokumenten erhalten hat.

Einem Bericht des schwedischen Fernsehsenders SVT zufolge handelt es sich bei den fraglichen Dokumenten um Notizen und Protokolle von rund 250 verschiedenen Sitzungen eines Krisenstabs, an dem die Sekretäre verschiedener Ministerien beteiligt waren. Die Regierung hat behauptet, dass sie die Protokolle der Sitzungen nicht wirklich aufgezeichnet hat.

Die Ministerin für Gesundheit und Soziales, Lena Hallengren, argumentierte, dass die Gruppe keine Entscheidungen über die Pandemie getroffen habe: „Sie treffen keine Entscheidungen bei ihren Treffen, sondern sind eine Gruppe, die sich informiert und diskutiert.“

Laut SVT hat die Schwedens Coronavirus-Kommission jedoch Daten und andere Dokumente erhalten, die mit den Aktivitäten der Gruppe in Zusammenhang stehen.

Mats Melin, Vorsitzender der Coronavirus-Kommission, erklärte, dass die Kommission eine beträchtliche Menge an Regierungsdokumenten erhalten habe, aber es sei nicht klar, ob sie alles erhalten habe, was sie für die Erstellung ihres Abschlussberichts über die Reaktion der Regierung auf die Pandemie benötige, der am 25. Februar veröffentlicht werden soll.

Schwedens Coronavirus-Kommission hatte zuvor die Reaktion der Regierung auf das Wuhan-Virus kritisiert und im Dezember 2020 erklärt, die Regierung habe in den ersten Monaten der Pandemie nicht genug getan, um ältere Menschen vor dem Virus zu schützen.

Schwedens Coronavirus-Kommission zufolge waren die Behörden nicht auf den Umgang mit dem Virus in Pflegeheimen vorbereitet und nicht angemessen ausgerüstet, wo 2020 die meisten Todesfälle zu beklagen waren.

Während Schweden anfangs einen der entspanntesten Ansätze im Umgang mit dem Coronavirus verfolgte und im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Staaten keine Abriegelungen vornahm, hat die Regierung seither Einschränkungen eingeführt und kürzlich einen Impfpass für bestimmte Aktivitäten eingeführt.

Schwedens Coronavirus-Kommission beschuldigt Regierung der Dokumentenunterschlagung?

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QuelleStimme freies Europa und Nachrichtenagenturen
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