Schwedens Gesundheitsbehörde lehnt Hormonblocker für Trans-Kinder ab
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Die schwedische Gesundheitsbehörde hat seine Leitlinien für die Hormontherapie von Kindern, die sich als transsexuell bezeichnen, revidiert und behauptet, die Risiken für die Kinder würden den möglichen Nutzen überwiegen.

Das Nationale Amt für Gesundheit und Wohlfahrt wird voraussichtlich neue Leitlinien herausgeben, nachdem es einen Bericht im Dezember nach einer Reihe von Untersuchungen der Fernsehsendung „Uppdrag Granskning“ im vergangenen November verschoben hatte, in der die Auswirkungen der Hormonbehandlung auf Kinder untersucht wurden.

Die neuen Leitlinien sollen eine frühere Empfehlung aus dem Jahr 2015 ersetzen, die den Einsatz von Pubertätsblockern bei Kindern als „sicher und unbedenklich“ bezeichnete, berichtet der Fernsehsender SVT.

Laut der Gesundheitsbehörde überwiegen die Risiken von Hormonbehandlungen den Nutzen: „In Erwartung einer Forschungsstudie ist unsere Einschätzung, dass die Behandlungen in Ausnahmefällen durchgeführt werden können.“

Thomas Lindén, Leiter des Nationalen Amtes für Gesundheit und Wohlfahrt, erklärte außerdem: „Die verfügbaren Studien liefern keine ausreichenden Informationen über die Behandlung. Wir können negative Auswirkungen nicht ausschließen und wir wissen nicht, ob sie nützlich ist, sie ist immer mit Problemen und Risiken verbunden.“

Die neuen Leitlinien der schwedischen Gesundheitsbehörde kommen nur wenige Monate nach einem Bericht, in dem behauptet wurde, dass die Ärzte des Karolinska-Universitätskrankenhauses seit Monaten von Kindern mit Schädigungen infolge von Hormonblockern wussten, bevor die Vorfälle im November öffentlich wurden.

In einem Fall wurde ein Mädchen, das ein Junge werden wollte, im Alter von 11 Jahren mit Pubertätsblockern behandelt und entwickelte nach fünfjähriger Behandlung schwerwiegende Nebenwirkungen, darunter Osteoporose und Schäden an den Wirbeln im Rücken des Kindes.

„Er fühlte sich so schlecht, dass er mehrmals Selbstmordversuche unternahm. Wir haben das nicht verstanden, denn wir dachten, unserem Kind würde es durch die Behandlung besser gehen“, so die Mutter des Kindes.

Das Universitätskrankenhaus Karolinska, einst ein Vorreiter bei der Behandlung von Geschlechtsdysphorie bei Kindern in Schweden, empfiehlt seit Mai letzten Jahres keine Hormonbehandlungen mehr, da die Behandlung potenzielle Nebenwirkungen haben könnte.

Schwedens Gesundheitsbehörde lehnt Hormonblocker für Trans-Kinder ab?

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QuelleSFE - Stimme freies Europa und Nachrichtenagenturen
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