Westliche Rüstungsindustrie: Waffenvorräte reichen nicht für dauerhaften Krieg gegen Russland
Symbolfoto: CC BY-SA 1.0 nara.getarchive.net

Die westliche Rüstungsindustrie braucht ein „klares Signal“ der Regierungen, was zu bauen ist und ob es gekauft wird, so der Geschäftsführer von Northrop Grumman.

Der Westen verfügt nicht über die Waffenbestände, die für einen längeren Krieg in der Ukraine oder anderswo benötigt werden, warnte der Vorstandsvorsitzende eines der größten Rüstungsunternehmen des Pentagons. Der militärisch-industrielle Komplex brauche daher ein „klares Nachfragesignal“ der Regierungen, was genau die westliche Rüstungsindustrie produzieren soll und ob es gekauft werde, sagte Kathy Warden in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der Financial Times.

„Das Wichtigste ist jetzt, ein klares Bedarfssignal, die westliche Rüstungsindustrie zu senden. Wie hoch das dauerhafte Engagement ist. Welche Rüstungsgüter als Nachschub im Krieg gegen Russland die westliche Rüstungsindustrie bereitstellen muss“, erklärte sie.

Die vorhandenen Waffenbestände seien nicht für einen längeren Konflikt ausgelegt, so Warden. Aber dem Westen gehen die Rüstungsgüter für die Ukraine noch nicht aus.

Ich würde nicht unbedingt sagen, dass uns die Munitionsbestände ausgehen, aber wenn man davon ausgeht, dass wir uns noch ein paar Jahre lang in diesem Umfang engagieren wollen, dann ist das sicherlich nicht das, wofür man die Waffenlager angelegt haben.

Signale

Die Hauptauftragnehmer des Pentagon haben sich mehrmals wöchentlich getroffen, um über die Versorgung des Krieges in der Ukraine zu sprechen. Die wichtigsten Vertragspartner des Pentagon haben sich mehrmals wöchentlich getroffen, um über die Bereitstellung von Waffen für den Krieg in der Ukraine zu sprechen. Der Dialog mit dem Pentagon sei „gut“ gewesen, erklärte Warden, und weitere Gespräche seien im Gange, um „Klarheit über deren Absichten zu erhalten“.

„Sie haben ihr Bestes getan, um die westliche Rüstungsindustrie an einen Tisch zu bringen und diese Pläne mitzuteilen, sowohl auf allgemeiner als auch auf spezifischer Ebene, damit wir uns auf Verträge vorbereiten, Investitionen tätigen und Fortschritte machen können“, fügte sie hinzu.

Während Northrop Grumman bereit ist, zu investieren und sogar seine Produktionsstätten „vor einem Vertrag“ zu erweitern, braucht die westliche Rüstungsindustrie noch mehr Klarheit über Washingtons Pläne zur Unterstützung der Ukraine, so Warden. Der militärisch-industrielle Komplex muss „ein Zeichen dafür bekommen, dass die Nachfrage kommen wird, wenn wir etwas produzieren“.

Die USA sind in dem anhaltenden Konflikt zum wichtigsten Waffenlieferanten Kiews geworden und stellen Milliarden bereit, um die Ukraine in ihrem Kampf gegen Russland zu unterstützen. Moskau hat den Westen angeblich aufgefordert, die Ukraine nicht länger mit Waffen zu „pumpen“, da die Hilfe die Feindseligkeiten nur verlängern und nichts am Endergebnis ändern würde.

Westliche Rüstungsindustrie: Waffenvorräte reichen nicht für dauerhaften Krieg gegen Russland? Stimme freies Europa hat ausführlich über die Situation in der Ukraine berichtet und sich mit den Folgen befasst, lesen Sie hier mehr.

QuelleStimme freies Europa und Nachrichtenagenturen
Vorheriger ArtikelDeutschland überlebt den Winter nicht ohne russisches Gas
Nächster ArtikelGrüner Agenda-EU-Bonze: „Gedenktag für die Opfer der Klimakrise“ einführen